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Studienwahl leicht gemacht – die wichtigsten Faktoren, die es zu berücksichtigen gilt

Die Wahl eines Studiums an einer Hochschule oder Universität zählt zu den schwierigsten Aufgaben im Leben eines jungen Menschen. Die große Vielfalt an Universitäten, Hochschulen und Studiengängen erschwert die Entscheidung wesentlich. Allerdings gibt es einige Tipps und Tricks, die dabei helfen, die richtige Wahl zu treffen und den Entscheidungsprozess zu erleichtern.

Choosing your studies the easy way – basic factors to consider

Die Wahl des Studiums und des Studienortes ist für viele Schulabsolventen oft eine schwierige und belastende Aufgabe, insbesondere wenn sie kein klares Bild davon haben, wie sich ihr beruflicher Weg gestalten soll. Dabei sind den Möglichkeiten heutzutage kaum Grenzen gesetzt. Wir haben die Qual der Wahl, was man sowohl als Vorteil als auch als Nachteil betrachten kann. Entscheidend ist, diese Situation auszunutzen und das Beste aus ihr zu machen, indem man sämtliche Optionen in Erwägung zieht und diejenige entdeckt, die am besten passt. Gewisse Herangehensweisen können diesen Prozess erleichtern und dabei helfen, eine Entscheidung darüber zu treffen, was das geeigneteste akademische Ziel ist. Dabei spielen mehrere Faktoren eine Rolle.

Wissen, welches Berufsziel man anstrebt

Im ersten Schritt gilt es, sich darüber im Klaren zu werden, welches Berufsziel man anstrebt. Wenn man weiß, welchen Berufsweg man einschlagen möchte, ist es möglich, die bestehenden Optionen einzugrenzen, so dass es einfacher wird, die Wahl von den spezifischen Anforderungen und Qualifikationen abhängig zu machen, die der jeweilige Beruf verlangt. Wer beispielsweise einen Arztberuf ausüben möchte, ganz gleich in welchem Land dieser Erde, der muss über einen entsprechenden Abschluss verfügen. Es gibt gewisse Standards, die erreicht werden müssen, um bestens auf den Beruf vorbereitet zu sein; dabei ist ferner zu berücksichtigen, dass diese von Land zu Land verschieden sind. Zwar erfordern manche Berufsfelder keinen akademischen Abschluss in einem bestimmten Fachgebiet, doch ein Studium würde die beruflichen Aussichten unter Umständen verbessern. – So sind beispielsweise für eine Marketing-Karriere Kenntnisse im Bereich Finanzwesen, Ökonomie oder Mathematik nicht unbedingt erforderlich, aber sie könnten die Chancen auf größeren Erfolg im Beruf erhöhen.

Die eigenen Stärken entdecken

Falls noch kein klares Berufsziel vor Augen ist, dann ist es am besten, sich zunächst zu überlegen, worin die eigenen Stärken liegen und welche Tätigkeiten einem Freude bereiten. Man muss nicht das ganze Leben im Voraus planen, aber eine Vorstellung von einem Beruf zu haben, der einem Spaß machen könnte, bietet viele Vorteile. Etwas zu studieren, das Freude bereitet, führt zu besseren Ergebnissen oder Noten und verhilft dazu, eine berufliche Laufbahn mit größerer Leidenschaft zu verfolgen. Eine Möglichkeit, eine Entscheidung zu treffen, besteht darin, verschiedene Optionen zu überprüfen und miteinander zu vergleichen. Als Ausgangspunkt bietet sich an, sich auf jene Fächer zu konzentrieren, in denen man gut ist, sowie die eigenen Stärken und Schwächen zu eruieren. Eine weitere Strategie besteht darin, sich übe die jeweiligen Karrierechancen zu informieren und sich in dem jeweiligen Beruf bildlich vorzustellen.

Sich über den Aufbau des Studiums informieren

Ebenfalls zu berücksichtigen bei der Suche nach einem geeigneten Studium ist dessen Aufbau und Organisation. Wichtig zu wissen ist, ob das Studium eher theoretisch oder praktisch ausgerichtet ist und ob viele Prüfungsleistungen und Gruppenarbeit vorgesehen sind. Schließlich gibt es verschiedene Arten der Bewertung: Neben Klausuren, die die häufigste Prüfungsform darstellen, gibt es zudem Essays, Projektarbeiten sowie schriftliche und mündliche Leistungstests. Einige Studiengänge setzen eine eher praktische Herangehensweise und einen praxisnahen Stil voraus, wohingegen andere wiederum eher theoretisch ablaufen. Auch der Inhalt des Studiums ist zu berücksichtigen. Studieninteressierte können den Studienplan im Vorfeld einsehen und sich für die beste Option gemäß ihren Präferenzen entscheiden.

Die Suche nach einem geeigneten Studienort

Der wahrscheinlich wichtigste Einflussfaktor bei der Studienwahl ist die Universität oder Hochschule. Es gibt unterschiedliche Ansätze, die angehende Studierende verfolgen können, wenn es darum geht, eine Wahl zu treffen. Von wesentlicher Bedeutung ist, dass die Hochschule den passenden Studiengang anbietet und diejenigen Fächer abdeckt, die man studieren möchte. Da Studienpläne je nach Hochschule variieren, ist es sinnvoll, sich über diese im Voraus zu erkundigen.

Lage

Die Lage der Hochschule ist ebenfalls nicht unwichtig. Während manche Hochschulen und Universitäten sich in eher ländlicheren Gegenden befinden, sind andere in großen Städten angesiedelt. Auch hier kommt es auf die persönlichen Präferenzen an. Beide Lagen haben Vor- und Nachteile. So bietet etwa ein Studium in einer verkehrsreichen Stadt ein aufregendes Studentenleben mit vielen Gelegenheiten, um neue Orte kennen zu lernen oder auch potenzielle Praktika zu absolvieren; eine ländlichere Gegend bietet dafür eine friedlichere Umgebung, was anderen wiederum zusagt.

Wegziehen oder bleiben –das ist die Gretchenfrage

Darüber hinaus gilt es, eine Entscheidung in der Frage zu treffen, ob man in eine andere Stadt oder sogar in ein anderes Land ziehen oder lieber in der Nähe des Heimatortes bleiben möchte. Wegziehen bedeutet eine neue Erfahrung sowie die Gelegenheit, einen anderen Ort bzw. eine andere Kultur zu erkunden und seinen Horizont zu erweitern. Dies kann man als Herausforderung ansehen, um zu wachsen und aus seiner Komfortzone herauszutreten. Allerdings kann der Schritt, in eine völlig andersartige Gesellschaft einzutauchen mit einem anfänglichen Kulturschock einhergehen.

In der Nähe des Heimtortes zu bleiben, hat hingegen auch seine Vorteile. Eine vertraute Umgebung kann dazu beitragen, den Stress beim Beginn dieses neuen Lebensabschnittes abzumildern. Auch aus ökonomischen Gründen könnte sich dies als sinnvoll erweisen. In jedem Fall ist die Umgebung von zentraler Bedeutung, da sie in hohem Maße zu der Gesamterfahrung beiträgt und somit Einfluss auf das Studium nimmt, möglicherweise sogar mehr als jeder andere Aspekt des Studentenlebens.

Tage der offenen Tür nutzen, um einen realistischen Eindruck zu erhalten

Die Teilnahme an Tagen der offenen Tür ist äußerst empfehlenswert, weil sie einen besseren Eindruck vom jeweiligen Campus, von den einzelnen Einrichtungen sowie von der Eigendynamik der Hochschule vermittelt. Sie verschaffen die Möglichkeit, Vor-Ort-Gespräche mit dem Hochschulpersonal zu führen, um offene Fragen zu beantworten, die Stadt zu erkunden und ein Gefühl dafür zu bekommen, wie sich das wirkliche Leben dort gestaltet. Das Führen von persönlichen Gesprächen mit Studierenden kann ebenfalls dazu beitragen, einen realistischeren Eindruck zu erhalten.

In welcher Sprache findet das Studium statt?

Ein weiterer zu beachtender Faktor ist die Unterrichtssprache des angestrebten Studiengangs. Das Absolvieren eines Studiums in einer Fremdsprache erweitert nicht nur die eigenen Sprachfähigkeiten, sondern befördert darüber hinaus die persönliche Entwicklung, was nicht zuletzt für den künftigen Beruf vorteilhaft ist. Ein Studium, das in der Muttersprache durchgeführt wird, kann hingegen ein besseres Verständnis für das Studienmaterial vermitteln und so ein größeres Vertrauen in den Studienprozess generieren.

Hochschulrankings als Indikatoren für ausgezeichnete Lehre und Studentenbetreuung

Für viele zählen Hochschulrankings und die Reputation der Hochschule zu den wichtigsten Einflussfaktoren bei der Wahl der Hochschule. Diverse Ranglisten und Mittelwerte lassen sich heranziehen, um die beste Alternative zu bestimmen. Hierzu gehört auch das durchschnittliche Verhältnis zwischen Studierenden und dem Lehrpersonal. Je niedriger dieses ist, desto mehr liegt der Fokus auf den Studierenden und deren persönlichen Bedürfnissen. Das Resultat ist ein angenehmerer Lernprozess sowie eine bessere Betreuung im Vergleich zu größeren Unterrichtsklassen, welche weniger Möglichkeiten für offene Gespräche und die Beantwortung von Fragen bieten.

Auch wenn Reputation ein relativer Begriff ist, so sind doch einige wesentliche Faktoren damit verknüpft. Der erste Faktor ist das Alter der Hochschule.– Eine neue und moderne Einrichtung mag zwar verführerisch erscheinen, aber in der Regel sind es die schon länger bestehenden Hochschulen, die eine bessere Reputation haben. Ein weiterer Aspekt sind die Austattung sowie sonstige Möglichkeiten, die eine Hochschule anzubieten hat (zum Beispiel modernes Equipment, Kontakte zu Unternehmen). Sollten diese zahlreich sein, so ist allerdings davon auszugehen, dass die Hochschulausbildung mit höheren Kosten verbunden ist.

Eine der aufschlussreichsten Kriterien ist, wie selektiv die Hochschule ist. Wenn die Anzahl an angenommenen Studierenden niedriger ist, dann bedeutet das, dass die Hochschule Qualität und Talent höher bewertet als Quantität. Dementsprechend wären gute Noten und Leistungen eine grundlegende Voraussetzung, um zugelassen zu werden.

Zu guter Letzt ist es Studieninteressierten möglich, sich die Beschäftigungsbilanz für Absolventen anzuschauen. Wenn Arbeitgeber tendenziell viele Absolventen einer bestimmten Hochschule beschäftigen, dann ist dies ein Zeichen für gute Karrierechancen.

Wohnmöglichkeiten, Räumlichkeiten und Freizeitangebot

Wer in der Nähe der Hochschule wohnen möchte, der muss sich mit den Unterkunftsmöglichkeiten auseinandersetzen (zum Beispiel Privatwohnungen, WGs). Gebäude wie die Bibliothek, wo die Studierenden viel Zeit für ihr Studium verbringen, sowie jegliche Freizeitaktivitäten wie Ausgehen oder Sporttreiben sollten ebenfalls nicht ignoriert werden, ohne dabei allerdings ein Entscheidungskriterium darzustellen.

Qualität der Hochschulausbildung

Die Qualität der Ausbildung, die eine Hochschule anbietet, ist schwer zu bestimmen bzw. in Kategorien wie gut oder schlecht einzuteilen, zumal dies einerseits subjektiv ist und andererseits oft sowohl von der Lern- und Arbeitsbereitschaft der Studierenden als auch vom Hochschulpersonal abhängig ist. Es gibt verschiedene Lehr- und Lernmethoden. Während manche dem Studium einen Plan und eine Struktur verleihen – mit kleineren Gruppen und einer perfekten Organisation –, sind andere flexibler und lassen den Studierenden mehr Freiräume, um ihr Studium mit geringer Einflussnahme durch die Lehrenden zu bewältigen.

Sich einen Überblick über die Arten von Studiengängen verschaffen

Wenn man sich an einer Universität bewerben möchte, ist es ebenso wichtig, eine klare Vorstellung vom Studienformat und Studienplan zu haben. Heutzutage bieten Hochschulen eine Vielzahl an Optionen an.

Bachelorabschluss

Der Bachelorabschluss ist der erste akademische Abschluss. Bachelorstudiengänge vermitteln in der Regel die Grundlagen eines Faches und bereiten die Studierenden auf ihre berufliche Laufbahn vor. Die Regelstudienzeit beträgt sechs Semester, einschließlich eines Pflichtpraktikums. Es gibt Ein-Fach- oder Zwei-Fach-Bachelorstudiengänge (ein Hauptfach und ein Nebenfach).

Einige Studiengänge wie Medizin, Jura oder Lehramt enden mit einem Staatsexamen, d.h. die Abschlussprüfung wird von einer staatlichen Behörde organisiert und durchgeführt. Insgesamt gibt es zwei Staatsexamen, ein theoretisches und ein praktisches, wobei das praktische nach Abschluss der praktischen Ausbildungsphase erfolgt.

Duale Studiengänge erfreuen sich zunehmender Beliebtheit, da sie praxisorientierter sind und das Studium mit beruflichen Erfahrungen in Unternehmen verbinden. Die Studierenden unterzeichnen dabei einen Vertrag mit einem Unternehmen. Die Popularität dualer Studiengänge erklärt sich aus dem Umstand, dass sie den Studierenden die Möglichkeit bieten, neben einem akakdemischen Abschluss zugleich wertvolle Berufserfahrung und berufspraktische Fähigkeiten zu erlangen. Die Arbeit im Unternehmen verhilft den Studierenden dazu, Kontakte zu knüpfen, die ihnen nach dem Studium nützlich im Sinne erhöhter Karrierechancen werden können.

Für diejenigen, die größere Flexibilität im Studium anstreben, sind Teilzeitstudiengänge eine echte Option. Manche Hochschulen bieten ihren Studierenden mehr Freiheiten und die Gelegenheit, gleichzeitig zu studieren und zu arbeiten. Je nach Bedarf können die Studierenden zwischen Vollzeit und Teilzeit wechseln.

Eine weitere Option sind Online- und Fernstudiengänge. Sie eignen sich für alle, denen es an den nötigen Fähigkeiten oder an der Zeit mangelt, um Lehrveranstaltungen in Vollzeit zu besuchen. Studierende aus der ganzen Welt können an einer Vielzahl an Online-Kursen teilnehmen, und zwar entweder vollständig online oder mit kurzen Präsenzphasen. Die Kurse beinhalten interaktive Aufgaben, Videokonferenzen, multimediale Projekte sowie Betreuung durch Tutoren. Wichtig ist, sich im Vorfeld darüber zu erkundigen, ob die im Kurs erlangten Qualifikationen in dem Land anerkannt sind, in dem man arbeiten möchte. Deutschland etwa hat Abkommen mit vielen Ländern auf der ganzen Welt.

Der Bachelorabschluss befähigt Absolventen zur Aufnahme eines Masterstudiums als nächsten akademischen Qualifikationsschritt.

Masterabschluss

Die Einschreibung in einen Masterstudiengang erfordert ein abgeschlossenes Bachelorstudium. Das Masterstudium führt zum Masterabschluss als zweiter akademischer Qualifikation. Die Regelstudienzeit beträgt zwischen zwei und vier Semester. Masterstudiengänge dienen dazu, die eigenen Fähigkeiten und Kenntnisse zu erweitern bzw. sich in einem bestimmten Bereich zu spezialisieren. Ein Masterabschluss ist in manchen Berufen Voraussetzung, so zum Beispiel im medizinischen Bereich, in der Bildung oder im Bereich Psychologie.

Doktorgrad/PhD

Ein Doktor- bzw. PhD-Grad ist der höchste Bildungsabschluss. Er vervollständigt die Kompetenz in einem bestimmten Fachbereich. Um promovieren zu können, müssen gewisse Voraussetzungen erfüllt sein, darunter ein anerkannter Masterabschluss, Sprachkennntnisse und/oder Berufserfahrung.

Schritte zur richtigen Bewerbung

Der erste Schritt, um sich an einer Hochschule zu bewerben, besteht darin, die Zulassungsvoraussetzungen zu prüfen. Um in Deutschland zu studieren, benötigt man beispielsweise die Hochschulzugangsberechtigung (zum Beispiel Abitur). Für ausländische Studierende gelten ebenfalls sprachliche Voraussetzungen, deren Erfüllung anhand eines Zertifikates nachgewiesen werden muss. Um die Lebenshaltungskosten abzudecken, muss im nächsten Schritt der finanzielle Aspekt sichergestellt werden. Hierfür stehen unter anderem verschiedene Stipendien zur Verfügung, für die man sich bewerben kann, falls die Kosten ein Problem darstellen. Um seine Chancen zu erhöhen, ist es ratsam, sich für mehrere Studiengänge an verschiedenen Universitäten zu bewerben. In Deutschland ist es möglich, sich zweimal im Jahr zu bewerben, entweder im Wintersemester oder im Sommersemester. Entscheidend ist, die Fristen vorab zu prüfen. Es ist ratam, sich minestens sechs Wochen vor Ablauf der Frist zu bewerben, für den Fall, dass irgendwelche Korrekturen erforderlich werden. Sobald man zugelassen worden ist, erfolgt im letzten Schritt die Einschreibung an der Universität.

Hochschulerfahrung sammlen und den Weg in eine erfolgreiche Zukunft gehen

Das Studium an einer Hochschule oder Universität ist in jedem Fall eine nutzbringende Erfahrung, die nicht nur die Berufs- und Beschäftigungsaussichten verbessern kann, sondern auch die persönliche Entwicklung durch das Erlangen wertvoller Fähigkeiten und Kenntnisse fördert. Abgesehen von der Qualität der Lehre kann ein akademischer Abschluss die Chancen erhöhen, einen geeigneten und wünschenswerten Beruf zu erlangen, insofern Kontakte mit Unternehmen geknüpft werden können und man als Absolvent über die nötigen Qualifikationen verfügt. Zweifellos bedeutet ein Studium auf solch hohem Niveau harte Arbeit, aber ein Hochschulabschluss ebnet den Weg für eine Karriere im gewünschten Berufsfeld und zahlt sich damit letztendlich aus.

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